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Tisch decken: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Tisch decken: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Einen Tisch decken bedeutet mehr, als Teller und Besteck irgendwie zu verteilen. Wer den Tisch richtig decken möchte – ob für das Sonntagsfrühstück oder die festliche Tafel – folgt einem klaren System, das jede Gastgeberin und jeder Gastgeber in wenigen Minuten lernen kann. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Profis einen gedeckten Tisch aufbauen: vom Platzteller über die Besteck-Reihenfolge und die Gläser bis zur Serviette. Sie erfahren das Grundprinzip „von außen nach innen“, bekommen ein Gedeck-Schema für jeden Anlass und Antworten auf die häufigsten Knigge-Fragen. So wirkt Ihr Tisch stimmig – ganz ohne Restaurant-Erfahrung.

Die passenden Bausteine für ein gelungenes Gedeck finden Sie bei uns nach Kategorie sortiert: Teller, Bestecke, Gläserserien, Servietten und Tischwäsche.

Tisch decken – das Grundprinzip in zwei Sätzen

Kurz & knapp: Gabeln liegen links, Messer und Löffel rechts (Messerschneide zum Teller), eingedeckt wird „von außen nach innen“. Die Gläser stehen schräg rechts oberhalb der Messer, nach Größe geordnet: Wasserglas hinten, davor das Rotwein-, dann das Weißweinglas.

Wer einen Tisch decken will, braucht nur zwei Faustregeln: Beim Besteck gilt „von außen nach innen“, beim Aufbau eines Menü-Tisches arbeiten Sie „von oben nach unten“ entlang der Gangfolge. Halten Sie sich daran, ist der Rest reine Routine. Bevor das erste Teil auf den Tisch kommt, legen Sie die Tischwäsche als Basis: zuerst die Tischdecke, optional ein Tischläufer, dann erst das Gedeck.

  • Von außen nach innen: Das Besteck für den ersten Gang liegt außen, das für den Hauptgang am Teller.
  • Von oben nach unten: Bei mehreren Gängen stapeln Sie Teller in der Reihenfolge, in der gegessen wird.
  • Schichtweise aufbauen: Decke → Läufer/Platzset → Platzteller → Gedeck → Deko.

Schritt für Schritt: Tisch eindecken wie die Profis

Mit dieser gegliederten Anleitung gelingt das Tisch eindecken zuverlässig – vom Alltag bis zur Festtafel.

  • Tischwäsche auflegen. Glatt gezogene Tischdecke, bei Bedarf ein Tischläufer als farblicher Akzent.
  • Platzteller setzen. Der Platzteller (Unterteller) markiert jeden Platz, Abstand zur Tischkante etwa 1 bis 2 cm.
  • Speiseteller auflegen. Mittig auf den Platzteller; bei Suppe als erstem Gang den Suppenteller darüber.
  • Besteck verteilen. Gabeln links, Messer und Löffel rechts – jeweils von außen nach innen nach Gangfolge.
  • Dessertbesteck oben. Quer oberhalb des Tellers: Löffelgriff nach rechts, Gabelgriff nach links.
  • Gläser stellen. Schräg oberhalb der Messer rechts, nach Größe geordnet.
  • Brotteller links. Oberhalb der Gabeln, mit kleinem Buttermesser.
  • Serviette platzieren. Links neben das Gedeck oder gefaltet auf den Platzteller.
  • Deko ergänzen. Kerzen, ein niedriges Blumengesteck, bei festlichen Anlässen eine Menükarte.

Die Bausteine wählen Sie nach Kategorie: passende Teller bilden die Grundlage, das Bestecke sorgt für die richtige Reihenfolge.

Besteck richtig eindecken: Reihenfolge und Platzierung

Die Frage „besteck reihenfolge“ ist der Kern jedes Gedecks. So liegt alles am richtigen Platz:

Rechts vom Teller

  • Messer mit der Schneide zum Teller – das Hauptgangmesser innen, Vorspeisenmesser und Fischmesser nach außen.
  • Löffel für Suppe (Suppenlöffel) ganz außen rechts, weil die Suppe meist zuerst kommt.

Links vom Teller

  • Gabeln mit den Zinken nach oben: Vorspeisengabel außen, große Gabel innen.
  • Bei reinen Fischgängen ergänzt das Fischbesteck die Reihe.

Oberhalb des Tellers

  • Dessertlöffel (Griff rechts) und Kuchen- oder Dessertgabel (Griff links) liegen quer über dem Teller.

Wichtig: Eingedeckt wird konsequent von außen nach innen. Ihre Gäste arbeiten sich so Gang für Gang nach innen vor. Eine große Auswahl an Serien finden Sie unter Bestecke.

Teller-Hierarchie: vom Platzteller bis zum Dessertteller

Mehrere Teller werden in der Reihenfolge gestapelt, in der sie gebraucht werden:

  • Platzteller – die dekorative Basis, bleibt stehen.
  • Speiseteller – für den Hauptgang.
  • Suppenteller – kommt für den Suppengang obenauf.
  • Brotteller – klein, links oberhalb der Gabeln.
  • Dessert- oder Salatteller – je nach Gang separat gereicht.

Im Alltag genügt ein Speiseteller; für die Festtafel lohnt sich die volle Hierarchie. Die passenden Größen und Formen finden Sie in der Kategorie Teller.

Gläser richtig platzieren: Wasserglas, Weißweinglas, Rotweinglas

Die Gläser stehen rechts vom Teller, schräg oberhalb der Messerspitzen. Die Reihenfolge folgt der Größe und der Trinkfolge:

  • Wasserglas – das größte Glas, hinten beziehungsweise links der Reihe.
  • Rotweinglas – bauchig, davor.
  • Weißweinglas – kleiner, weiter außen.
  • Sektglas – schlank, kommt am Rand dazu, falls ein Aperitif gereicht wird.

Faustregel: Das Glas, das zuerst gebraucht wird, steht am weitesten außen. Aufeinander abgestimmte Gläserserien sorgen für ein ruhiges, stimmiges Bild auf der Tafel.

Servietten und Deko: die letzte Schicht

Die Serviette gibt dem Gedeck den finalen Schliff. Klassisch liegt sie links neben den Gabeln, festlich darf sie gefaltet auf dem Platzteller stehen. Für Stil und Nachhaltigkeit greifen Sie zur Stoffserviette; im Alltag ist Papier praktisch. Ein schlichter Serviettenring oder eine einfache Faltung wirken souverän.

Die Deko-Schicht baut auf dem fertigen Gedeck auf: ein niedriges Blumengesteck (damit der Blickkontakt erhalten bleibt), Kerzen, ein Tischläufer als Farbband und – beim Menü – eine Menükarte. Bei den Servietten und der Tischwäsche finden Sie die Textilien dafür.

Material und Pflege: Porzellan, Steingut, Spülmaschine

Bevor Sie ein Service wählen, lohnt der Blick auf Material und Pflege. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Kriterium Porzellan Steingut / Steinzeug
Anmutung fein, dünnwandig, edel kräftig, rustikal, schwerer
Robustheit hart gebrannt, trotzdem sorgsam handhaben dickwandig, stoßfester wirkend
Spülmaschine meist spülmaschinenfest (glatt, ohne Dekor) meist spülmaschinenfest
Gold- / Platinrand schonend spülen oder Handwäsche empfohlen Dekor beachten
Mikrowelle ja, sofern kein Metalldekor ja, sofern kein Metalldekor
Platzbedarf je Gedeck ca. 60–70 cm Breite, ca. 40 cm Tiefe, 1–2 cm Abstand zur Kante

Achten Sie auf das Wort „spülmaschinenfest“ statt nur „-geeignet“. Die konkreten Angaben zu jeder Serie – Material, Dekor, Mikrowellen- und Spülmaschinen-Eignung – stehen in der jeweiligen Produktbeschreibung.

Gedeck nach Anlass: vom Brunch bis zur Festtafel

Nicht jeder Anlass braucht das volle Programm. Diese Mustertische helfen bei der Auswahl:

Brunch und Alltag

  • Speiseteller, kleiner Teller, Tasse, Besteck, frische Serviette – entspannt und hell.

Geburtstag und Kaffeetafel

  • Kuchenteller, Kuchengabel, abgestimmte Tischwäsche, ein farbiger Akzent über Servietten oder Tischläufer.

Festliches Dinner und Hochzeit

  • Platzteller, mehrere Gläser, Menü-Besteck von außen nach innen, Stoffservietten, Kerzen, Blumengesteck, Menükarte.

So decken Sie jede Festtafel stimmig und passend zum Anlass.

Knigge für die festliche Tafel

Ein paar Etikette-Regeln machen den Unterschied zwischen „gedeckt“ und „festlich gedeckt“:

  • Die Messerschneide zeigt immer zum Teller.
  • Gabeln liegen mit den Zinken nach oben.
  • Gläser stehen rechts, Brotteller links – jeder hat seine Seite.
  • Eingedeckt wird symmetrisch: gleiche Abstände, gleiche Höhen.
  • Deko bleibt niedrig, damit der Blickkontakt am Tisch nicht gestört wird.

Marken wie Villeroy & Boch, ASA Selection, Broste Copenhagen, LIND DNA oder WMF bieten aufeinander abgestimmte Serien, mit denen sich diese Regeln mühelos umsetzen lassen.

Häufige Fragen zum Tisch decken

Auf welche Seite kommen Gabel, Messer und Löffel und in welcher Reihenfolge wird das Besteck eingedeckt?

Die Gabeln liegen links vom Teller, Messer und Löffel rechts. Die Schneide des Messers zeigt zum Teller. Eingedeckt wird nach dem Grundprinzip „von außen nach innen“: Das Besteck für den ersten Gang liegt ganz außen, das für den Hauptgang innen direkt am Teller. So greifen Ihre Gäste Gang für Gang automatisch zum richtigen Teil. Dessertbesteck legen Sie quer oberhalb des Tellers: der Löffel mit Griff nach rechts, die Kuchen- oder Dessertgabel mit Griff nach links.

Wo wird das Glas platziert und in welcher Reihenfolge bei mehreren Gläsern: Wasser, Weißwein, Rotwein?

Die Gläser stehen schräg oberhalb der Messer auf der rechten Seite. Bei mehreren Gläsern ordnen Sie sie nach Größe: das große Wasserglas hinten beziehungsweise links, davor das Rotweinglas, dann das kleinere Weißweinglas, ein Sektglas kommt am Rand dazu. Die Reihung folgt der Trinkfolge des Menüs – so steht das Glas, das zuerst gebraucht wird, am weitesten außen.

Wo liegt die Serviette richtig – links neben dem Gedeck oder auf dem Platzteller – und nehme ich Stoff oder Papier?

Beide Positionen sind korrekt: klassisch liegt die Serviette links neben den Gabeln, festlich gefaltet darf sie auch mittig auf dem Platzteller präsentiert werden. Für die festliche Tafel wirkt eine Stoffserviette edler und ist zudem die nachhaltigere Wahl, weil sie wiederverwendbar ist. Papierservietten sind im Alltag praktisch und schnell. Eine schlichte Faltung oder ein Serviettenring genügt – weniger ist hier oft mehr.

Brauche ich einen Platzteller oder Unterteller und worauf kommt der Speiseteller?

Ein Platzteller (auch Unterteller genannt) ist die Basis des Gedecks und bleibt während des gesamten Essens stehen. Darauf stellen Sie den Speiseteller, bei einer Suppe als ersten Gang den Suppenteller darüber. Pflicht ist der Platzteller nicht, er gibt der festlichen Tafel aber Struktur und schützt die Tischwäsche. Im Alltag genügt der Speiseteller direkt auf dem Platzset oder der Tischdecke.

Ist das Geschirr wirklich spülmaschinenfest und mikrowellengeeignet – hält der Goldrand das Spülen aus?

Achten Sie auf die Herstellerangabe: „spülmaschinenfest“ ist stärker als das vage „spülmaschinengeeignet“. Glattes Porzellan ohne Auflage ist in der Regel unkompliziert. Bei echtem Gold- oder Platinrand sowie Handdekor empfehlen viele Hersteller das schonende Spülen oder Handwäsche, weil Metalldekore mit der Zeit matt werden können. Geschirr mit Metallrand gehört außerdem nicht in die Mikrowelle. Die konkrete Eignung steht jeweils in der Produktbeschreibung der einzelnen Serie.

Wie viel Platz brauche ich pro Gedeck und passt das Set auf meinen Esstisch?

Rechnen Sie pro Person mit rund 60 bis 70 cm Breite, damit die Ellbogen nicht aneinanderstoßen, und mit etwa 40 cm Tiefe für das Gedeck. Das Besteck liegt rund 1 bis 2 cm von der Tischkante entfernt. Messen Sie Ihre Tischlänge und teilen Sie durch 65 cm, dann wissen Sie, wie viele Gedecke bequem Platz finden. Für ein festliches Menü mit mehreren Gläsern planen Sie eher 70 cm ein.

Aus welchem Material ist das Geschirr (Porzellan oder Steingut) und wie bruchempfindlich ist es?

Porzellan ist dicht gebrannt, dünnwandig und sehr hart; es wirkt fein und ist trotz der zarten Optik robust. Steingut beziehungsweise Steinzeug ist dicker, schwerer und hat eine rustikalere Anmutung. Beide Materialien können bei Stoß oder Fall absplittern – entscheidend ist der sorgsame Umgang. Welches Material eine Serie hat, finden Sie in der jeweiligen Produktbeschreibung.

Wie sicher wird empfindliches Geschirr oder Glas verschickt und was passiert bei Versandbruch oder fehlenden Teilen?

Zerbrechliche Artikel werden bruchsicher verpackt versendet. Sollte trotzdem etwas auf dem Transportweg beschädigt ankommen oder ein Teil im Set fehlen, melden Sie das bitte zeitnah unter Angabe der Bestellnummer – die Details zur Abwicklung im Einzelfall klären Sie am besten direkt mit unserem Kundenservice.

Welches Gedeck oder welche Deko passt zu welchem Anlass (Brunch, Geburtstag, festliches Dinner)?

Zum Brunch genügt ein entspanntes Gedeck mit Teller, Tasse, Besteck und einer frischen Serviette – gern in hellen Farben. Zum Geburtstag oder zur Kaffeetafel kombinieren Sie Kuchenteller, Kuchengabel und eine farblich abgestimmte Tischwäsche. Beim festlichen Dinner kommt das volle Programm zum Einsatz: Platzteller, mehrere Gläser, Menü-Besteck, Stoffservietten, Kerzen und ein dezentes Blumengesteck. Eine Menükarte rundet die Tafel ab.

Sind die Teile einzeln nachkaufbar, falls etwas zerbricht oder ich das Set erweitern möchte?

Viele Serien sind als offenes Programm angelegt, sodass Sie Teller, Tassen oder Besteckteile auch einzeln ergänzen können – ideal, um ein Set zu erweitern oder ein zerbrochenes Stück zu ersetzen. Ob eine bestimmte Serie einzeln nachbestellbar ist, sehen Sie an der Verfügbarkeit der Einzelartikel in der jeweiligen Kategorie oder erfragen es beim Kundenservice.

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